Samstag, 10. Dezember 2011

Organspende - und was macht ihr so?

Salut ihr Lieben!

Hier mal wieder ein nicht kosmetisches Thema, welches aber mindestens genau so interessant ist.

Vorab sei gesagt:
Wer sich mit dem Thema Organspende oder mit dem Thema Sterben und Tod nicht auseinandersetzen möchte, der möge diesen Beitrag nicht lesen. Ich respektiere derartige Haltungen und weise hiermit ausdrücklich darauf hin, dass der Post sich mit den o. g. Themen befasst.

Vor einigen Jahren bereits habe ich mir meinen ersten Organspendeausweise zugelegt.
Damals (wie auch heute) war mir klar, dass ich etwas für andere Menschen, die tot krank sind oder medizinische Hilfe benötigen, tun möchte.
Ich könnte natürlich auch "einfach" Blut spenden gehen, allerdings hab ich es nicht so mit Nadeln und vor allem nicht in meinem Arm. Daher war diese Möglichkeit recht schnell ausgeschlossen für mich. Und trotzdem ließ mich der Gedanke, etwas Gutes zu tun, nicht los...


Ich weiß nicht mehr, wie ich damals konkret auf das Thema Organspende gekommen bin. Wahrscheinlich durch irgendeine Sendung, die ich im Fernsehen gesehen habe oder durch einen Film, in dem es darum ging.
Auf jeden Fall habe ich mich ein wenig schlau gemacht im Internet und habe mir dann auch bald einen eigenen Organspendeausweis bestellt.




Ein Organspendeausweis ist ganz einfach über das Internet zu bestellen.
Man erhält ihn aber auch in Apotheken oder beim Arzt.
Der Organspendeausweis ist kostenlos und an keine Bedingungen gebunden.









Im Organspendeausweis gibt es mehrere Möglichkeiten, sich zu einer Organspende zu äußern.
Man kann nur teilweise Organe zur Spende freigeben oder dem sogar ganz wiedersprechen. So wird eine Frage der Spende nach dem Tod gleich geklärt.
Wenn man möchte, kann man auch eine Person angeben, die über eine Organspende entscheiden soll.




Ich denke, jeder muss die für sich beste Wahl treffen.
Ich habe mich für eine Organspende ohne Zustimmung eines Dritten und ohne Ausschluss bestimmter Organe entschieden. Das heißt, ich gestatte die Entnahme von Organen und Geweben, die brauchbar sind und lasse niemanden über JA oder NEIN entscheiden.
Das war mir sehr wichtig, denn ich bin der Meinung, dass ich meinen Eltern oder Angehörigen es nicht zumuten möchte, im Falle meines Ablebens über diese Sache zu entscheiden. Schließlich ist so ein Verlust schmerzlich genug.

Warum ich nun einfach so entscheiden konnte, ob ich Organe spende oder nicht?
Ganz lapidar gesagt: wenn ich tot bin, brauche ich meine Organe nicht mehr. Wenn sie anderen Menschen das Leben hingegen retten können, so ist es das "Sinnvollste", was ich nach meinem Tod bewirken kann, oder? 
Mit meiner Familie habe ich bereits über dieses Thema gesprochen und sie finden meine Entscheidung, Organe zu spenden, gut, würden aber im Falle dessen nicht darüber entscheiden wollen.

Mein Lieblingsradiosender N-JOY bringt momentan eine Aktion zum Thema Organspende. Man kann sich auf deren Internetseite über das Thema informieren. Ihr findet dort auch einen Link zur Seite der Deutschen Stiftung für Organtransplantation, wo ihr euch genauer informieren und sogar einen Organspendeausweis bestellen könnt.

Mein neuer Organspendeausweis (auf dem alten stimmte die Adresse nicht mehr) ist bereits auf dem Weg zu mir.
Ich weiß auch heute schon, dass ich diese Entscheidung für mich immer wieder treffen würde. Denn wenn meine Familie oder ich auf ein Spenderorgan angewiesen wäre, würde ich mir wünschen, dass noch mehr Menschen den Mut haben, über ihren Tod hinaus anderen Menschen zu helfen.

Auch wenn ihr eure Organe nicht spenden wollt, empfehle ich, trotzdem einen Spendeausweis zu besitzen. Es gibt, wie schon gesagt, auch die Option: "Ich möchte keine Organe spenden.", die im Falle des Falles die Frage an eure Liebsten erübrigt.

Kommentare:

  1. Ich habe genau aus den gleichen Gründen einen Organspendeausweis. Es ist traurig, dass so viele Menschen (auch junge Erwachsene) sterben, weil sie kein passendes Spenderorgan finden.
    Ich denke auch immer darüber nach, was ich machen würde, wenn ich auf eine Spende angewiesen wäre.. :(
    Wenn ich tot bin, brauche ich meine Organe nicht mehr.. Ich stelle sie gerne anderen zur Verfügung und rette Leben..

    Ich hab auch noch einen Knochenmarkspendeausweis, was ich genauso wichtig finde!

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  2. Ich hab auch nen Organspendeausweis und find das auch sehr wichtig. Wenn ich aus irgendwelchen Gründen sterbe, dann bringen mir meine Organe auch nichts mehr.. andere Menschen kämpfen vielleicht schon seit Jahren um ihr Leben, haben täglich Angst vor dem Tod.. die sind auf sowas angewiesen und ich glaube mich würde nach meinem Ableben nichts glücklicher machen, als dass jemand durch mich überleben könnte. Eine Freundin von mir ist durch einen Autounfall gestorben, ihre Eltern haben ihre Organe gespendet und sie konnte damit 4 Menschenleben retten, u.a. einen 7-jährigen Jungen, der ihr Herz bekommen hat.. Es ist unglaublich schön zu wissen, dass ihr Herz weiterschlägt.
    Bei der DKMS bin ich auch registriert. Falls es meinem genetischen Zwilling sehr schlecht geht, freue ich mich, dass ich ihm helfen kann.

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  3. ich hätte nur angst, dass sie einen schneller für tot erklären, wenn man so n teil hat - deswegen weiß meine familie, dass ich nichts dagegen hab und sie können das ja dann regeln

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  4. Ich begleite meinen Freund immer zum Blutspenden. Ich wäre auch gerne Blut/Organspender, aber kann es aus gesundheitlichen Gründen nicht. Ich darf bei einem Unfall nicht einmal das Blut anderer bekommen =(
    Finde es aber toll, dass es Menschen gibt die nicht nur an sich denken und etwas Gutes tun wollen =)

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  5. Ich arbeite an der Quelle (beim Arzt^^), aber irgendwie ist dieser Gedanke meine Organe zu spenden irgendwie komisch.
    Klar ist man tot, merkt nichts usw., aber so weit will ich garnicht denken.

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  6. Obwohl ich Medizin studiere und mit dem Ganzen irgendwann mal konfrontiert werden werde,möchte ich mich momentan noch nicht für eine Organspende aussprechen.
    Ich bewundere jeden,der einfach so sagen kann,dass er seine Organe im Falle des Todes für andere Leute spenden möchte.
    Ich habe dabei ein schlechtes Gefühl und würde Organe,wie zB das Herz oder die Netzhäute nicht spenden wollen.
    Wir hatten das Thema auch schon öfter in der Uni und ich habe auch schon oft drüber nachgedacht,aber momentan bin ich mir da noch zu unsicher und wenn man das tut sollte man,wie ich finde,auch wirklich zu 100% dahinter stehen.

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  7. Organspende ist ein Thema, mit dem sich jeder auseinandersetzen sollte, ohne Frage. Aber auch wer dem Thema aus dem Wege geht, hat sich dadurch implizit mit der Frage befasst, wenn er/sie es auch in der Schwebe lassen mag. Was mich nur stört, ist, dass unsere allmachtsversessenen Politiker nun meinen, jeden zum Spenden zwingen zu müssen, der nicht Vorsorge dagegen getroffen hat. Das ist etwa so, als wäre es legal, ein Fahrrad zu klauen, wenn es nicht abgeschlossen ist.

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